Geschichte / Organisation

Geschichte

Die Astronomische Gesellschaft (AG) führt ihre Wurzeln auf die Gründung der Vereinigten Astronomischen Gesellschaft in Lilienthal bei Bremen im Jahre 1800 durch (u.a.) den Direktor der Sternwarte zu Gotha, Franz Xaver von Zach, und Johann Hieronymus Schröter, den Gründer der Lilienthaler Sternwarte, zurück. Sie wurde 1863 als internationale Gesellschaft in das Vereinsregister eingetragen und verfolgt das Ziel der "Förderung der Wissenschaft durch Ausführung solcher Arbeiten, welche ein systematisches Zusammenarbeiten vieler erfordern".
Große Gemeinschaftsaufgaben waren z.B. der Gesellschaftskatalog der Örter aller Sterne der nördlichen Hemisphäre bis zur 9.Größe (AGK) und die "Geschichte und Literatur des Lichtwechsels der Veränderlichen Sterne".
Auf regelmäßig abgehaltenen Versammlungen wurden schon sehr früh auch andere astronomische und astrophysikalische Themen diskutiert, Forschungsziele und -ergebnisse präsentiert und weltweite Kontakte gepflegt.

Durch die Initiative der Astronomischen Gesellschaft haben sich bereits vor dem ersten Weltkrieg über 400 Mitglieder aus aller Welt zusammengeschlossen. In den 20er und 30er Jahren gingen die weltumspannenden Aufgaben zunehmend auf die Internationale Astronomische Union (IAU) über. Die Ereignisse des zweiten Weltkriegs brachten es mit sich, dass die Astronomische Gesellschaft ihre Tätigkeit einstellen musste. 1947 wurde sie in Göttingen wieder neu gegründet. Ende der 60er Jahre wurden die Mitglieder aus dem Gebiet der DDR genötigt, ihren Austritt aus der AG zu erklären. Erst im März 1990 konnten die Modalitäten für ihre Wieder- bzw. Neuaufnahmen beschlossen werden.
Heute hat die AG etwa 800 Mitglieder.

Die Mitgliederversammlung der AG hat im September 1995 die Angliederung an die Europäische Astronomische Gesellschaft (EAS) beschlossen.

 

Organisation

Die Mitgliederversammlung wählt einen Vorstand. Dieser setzt sich aus sieben ehrenamtlich tätigen Mitgliedern zusammen: dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Rendanten, dem Schriftführer, dem Pressereferenten und zwei weiteren Mitgliedern.
Die das Leben und die Aufgaben in der Gesellschaft bestimmenden Grundgedanken sind in den Satzungen der AG beschrieben.

Innerhalb der AG hat sich ein Arbeitskreis "Geschichte der Astronomie" gebildet sowie eine Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt".

 

Hauptsächliche Aktivitäten

  • Durchführung wissenschaftlicher Tagungen
  • Herausgabe von Publikationen
  • Förderung junger Astronomen
  • Auszeichnung hervorragender wissenschaftlicher Arbeiten
  • Verleihung der Ehrenmitgliedschaft
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Förderung des astronomischen Schulunterrichts

 

Informationsposter über die AG: deutsch / englisch